Malarbeiten von jungen Künstlern zieren öffentlichen Raum in Wuhan

Anfang Mai erschien auf einer 6.000 Quadratmeter großen Wiese am Donghu-See in der zentralchinesischen Metropole Wuhan ein riesiges 3D-Bild, auf dem ein leuchtender Karpfen und der Huanghelou-Turm dargestellt wurden. Geschaffen wurde die Rasenmalerei von einem jungen Künstlerteam, das bislang rund 1.000 solcher Werke hervorgebracht und auf sozialen Plattformen wie TikTok Millionen von Aufrufen hat.

Zhang Hao, ein Absolvent der Hochschule für Bildende Künste der Provinz Hubei, kam 2016 zufälligerweise mit Wandmalerei im öffentlichen Raum in Berührung. Fasziniert von dieser besonderen Darstellungsform entschied er sich, ein eigenes Malerteam zu gründen, um das Antliz der Stadt Wuhan mit Wandmalereien zu zeigen.

Er sagt: „Rasen- und Wandmalereien sind nicht nur Kunstwerke, sie können auch die Kultur und den Geist einer Stadt vermitteln.“

Bei der Gründung des Malerteams gab es jedoch zahlreiche Hindernisse. Viele Menschen hatten Bedenken, dass die Wände durch das Bemalen beschädigt werden könnten. Gleichzeitig ist für das Malen von Wandmalereien im öffentlichen Raum eine Genehmigung der zuständigen Behörde nötig und das Stadtbild darf dadurch nicht beeinträchtigt werden. Außerdem müssen die Malarbeiten die Prüfung der Zeit bestehen und möglichst dem Geschmack des Publikums entsprechen.

Zhang Haos Team nutzte 2019 die Gelegenheit, sich für die Renovierung von alten Wohnhäusern in Wuhan zu bewerben. Die Teammitglieder sammelten die öffentliche Meinung zu ihrem Malentwurf und brachten erfolgreich schwimmende Schweinswale auf eine 200 Quadratmeter große Wand der Wohnhäuser. Anschließend schufen die jungen Künstler mehrere weitere Werke mit dem Schweinswal als Motiv.